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Welche Ausbildungs-Möglichkeiten es bei Panorama Air für angehende Piloten gibt – und wie wir Sie bei Ihrer Ausbildung zur Fluglizenz coachen.

Warum lohnt sich ein Flugschein?

Meist beginnt es mit einer großen Faszination für das Fliegen, die manchmal noch aus Kindertagen stammt. Vielleicht war der erfolgreiche Jungfernflug des ersten selbst gebauten Papierfliegers der Auslöser, vielleicht das mit dem Vater zusammengeklebte Flugzeugmodell, vielleicht ein Freund, der einen Segelflugschein erworben hat oder aber die erste Urlaubsreise mit den Eltern in einer großen Boing. Was es auch immer es bei Ihnen selbst gewesen sein mag: genau wie bei vielen anderen Flugverrückten ist der Wunsch einmal selbst am Steuer eines Flugzeugs zu sitzen, sicher mit der Zeit immer größer und größer geworden. So groß, dass sich unweigerlich die Frage stellt, ob es sich lohnt, selbst einen Flugschein zu machen bzw. eine Fluglizenz zu erwerben?

Panorama marcel

„Fliegen bringt jede Menge Spaß – bei uns sogar schon während der Ausbildung.“

Marcel Döring | Panorama Air

Ohne Ihnen gleich am Anfang zu viel verraten zu wollen: ja der Gang in unsere Flugschule lohnt sich auf jeden Fall. Vor allem emotional. Nirgendwo sonst können Sie schließlich die eigenen Glückshormone lauter jubeln hören, als auf dem Pilotensitz eines Flugzeugs. Eine Fluglizenz lohnt sich aber auch aus ganz praktischen Gründen – vor allem dann, wenn Sie geschäftlich viel unterwegs sind oder einfach gerne fremde Länder bereisen. Hier bietet Ihnen ein Flugschein ungemein viele Vorteile. Sie sparen Zeit, Sie sind nicht auf die großen Airlines angewiesen, Sie sind flexibler, Sie können auch auf kleineren Flughäfen landen und damit abseits des Trubels oder näher an Ihrem Ziel – und: bereits die Anreise wird mit eigenem Flugschein im eigenen Flieger zu einem einmaligen Erlebnis.

Bei Panorama Air lernen Sie Fliegen noch wie in der guten alten Zeit.

Die Eingangsfrage wäre damit also eigentlich geklärt. Doch: mit der Entscheidung pro Flugausbildung tun sich erfahrungsgemäß eine ganze Reihe neuer Fragen auf. Welche Fluglizenzen gibt es eigentlich? Was sind die Voraussetzungen für einen Flugschein? Wie läuft die Ausbildung zu einer Pilotenlizenz ab? Und: wie hoch sind die Kosten für Flugstunden, die Kosten für die theoretische Ausbildung sowie für die jeweils benötigten Berechtigungen und Tauglichkeitszeugnisse? Wir erklären Ihnen all das ganz genau – und führen Sie zudem einmal durch den klassischen Ablauf einer Panorama Air Flugausbildung, die bei uns ziemlich viel mit tollen Maschinen, erfahrenen Fluglehrern sowie jeder Menge Leidenschaft für die Fliegerei zu tun hat.

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Welche Arten von Flugscheinen es gibt.

Bei Panorama Air haben Sie grundsätzlich die Möglichkeit, zwei der beiden wichtigen Lizenzen für den nicht-kommerziellen Flugverkehr zu erwerben: die Leichtflugzeugführerlizenz LAPL(A) und die Privatpilotenlizenz PPL(A). Beide berechtigen zwar zunächst erstmal zum Steuern eines Flugzeugs, jedoch unterscheiden sich die beiden Lizenzen im Umfang der Ausbildung und deshalb auch darin, was, mit wem und wohin man fliegen darf.

Leichtflugzeugführerlizenz LAPL(A)

Starten wir mal mit der Leichtflugzeugführerlizenz LAPL(A). Der im Englischen Light Aircraft Pilot Licence genannte Flugschein ist der Einstieg in die Welt des echten Fliegens. Die Leichtflugzeugführerlizenz berechtigt grundsätzlich zum Fliegen einmotoriger, kolbengetriebener Flugzeuge bis 2 t innerhalb Deutschlands sowie in allen EU-Mitgliedsländern. Anfangs darf hier jedoch nur alleine geflogen werden, da eine Mitnahme von Passagieren erst nach 10 Stunden im Alleinflug erlaubt ist. Diese sogenannte Passagierberechtigung ermöglicht es dann, mit bis zu vier Personen an Bord zu fliegen – drei Passagieren und einem Piloten. Der Vorteil der Leichtflugzeugführerlizenz: sie ist im Ausbildungsumfang weniger umfangreich und deshalb auch gut ein Drittel günstiger als eine Privatpilotenlizenz. Wer also einfach nur tagsüber innerhalb der EU-Länder fliegen möchte und keine weiteren Ambitionen auf zusätzliche Flugberechtigungen hat, der ist hier super aufgehoben. Allen anderen empfehlen wir gleich die Ausbildung zum Privatpiloten, da bei diesem Flugschein die weiteren Möglichkeiten deutlich größer sind.

Privatpilotenlizenz PPL(A)

Die Privatpilotenlizenz PPL(A) berechtigt Sie zunächst auch einmal dazu, einmotorige Flugzeuge mit Kolbenantrieb fliegen zu dürfen, die an Land starten und landen. Im Gegensatz zur Leichtflugzeugführerlizenz ist die PPL(A) Lizenz aber weltweit gültig – und es können bereits von Anfang an Passagiere mitgenommen werden. Wer seinen Flugschein macht, um auch mal im Urlaub oder auf der Geschäftsreise im nichteuropäischen Ausland eine Maschine chartern zu können, der ist bei der PPL(A) Ausbildung richtig. Ein weiterer Vorteil: Sie können auf der Basis einer Privatpilotenlizenz zusätzlich weitere Berechtigungen erwerben, die es Ihnen dann auch erlauben, Nachtflüge und Instrumentenflüge durchzuführen oder mehrmotorige Maschinen zu fliegen.

Neben diesen beiden echten Pilotenlizenzen können Sie in der Flugschule von Panorama Air auch noch den Ultraleichtflugschein (UL-Flugschein) machen. Diese Sportpilotenlizenz erlaubt es Ihnen, Ultraleichtflugzeuge bis maximal 450 kg Gewicht (sog. Fliegende Sportgeräte) wie Tragschrauber, Motorschirme oder gewichtskraftgesteuerte Ultraleichtflugzeuge zu fliegen.

Der Vollständigkeit halber erwähnen möchten wir an dieser Stelle aber auch noch die Flugscheine bzw. Lizenzen, die Sie in der Flugschule von Panorama Air leider nicht erwerben können. Einerseits ist das die Segelflugzeugpilotenlizenz (SPL), auch Segelflugschein genannt, mit der der international anerkannte Segelflugsport eigenverantwortlich durchgeführt werden kann. Auf der anderen Seite können Sie bei uns auch keine Berufspilotenlizenz, die sogenannte Commercial Pilot Licence (CPL) erwerben, die das Führen von Flugzeugen zu gewerblichen Zwecken erlaubt. Auch die Ausbildung zur Verkehrspilotenlizenz (Airline Transport Pilot Licence – ATPL) bieten wir bei uns nicht an, da der Flughafen Egelsbach nur für Maschinen bis zu 20 Tonnen Startgewicht ausgelegt ist.

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Einstiegsalter: bereits ab einem Mindestalter von 16 Jahren darf man auf den Pilotensitz.

Wer jetzt gleich bei uns in seine Ausbildung zum Privatpiloten starten möchte, der sollte wissen, dass sowohl für den Flugschein Privatpilotenlizenz PPL(A) wie auch für die Leichtflugzeugführerlizenz LAPL(A) einige Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Da wäre zunächst mal das Alter. Bereits ab einem Mindestalter von 16 Jahren können Flugbegeisterte eine Ausbildung zum Privatpiloten beginnen. Beim Ablegen der Prüfung muss das Alter jedoch mindestens 17 Jahre betragen. Stimmt die körperliche Fitness, gibt es altersmäßig beim Fliegen übrigens keine Einschränkung nach oben. Pilotenschein noch mit über 70? Kein Problem, wenn der Arzt sein Okay gibt!

Damit wären wir auch schon beim nächsten wichtigen Punkt vor dem Start in eine Pilotenausbildung: bei der fliegerärztlichen Untersuchung, dem sogenannten Tauglichkeitszeugnis. Ein speziell ausgebildeter Fliegerarzt checkt dabei Ihren Gesundheitszustand auf fliegerische Tauglichkeit. Brillenträger müssen zudem zusätzlich zum Augenarzt, der vor dem Start in die Ausbildung die Sehkraft überprüft. Passt alles, fehlen nur noch die Zuverlässigkeitsüberprüfung (ZÜP), eine Art erweitertes Führungszeugnis, ein Auszug aus dem Fahreignungsregister (FAER) vom Kraftfahrtbundesamt in Flensburg und für die finale Anmeldung eine Kopie Ihres Ausweises oder Reisepasses.

Sind alle Unterlagen vollständig vorhanden, kann es auch schon direkt mit der Ausbildung losgehen. Bei Panorama Air findet diese übrigens üblicherweise in kleinen Gruppen statt, meist im Abendlehrgang. Auf Wunsch ist bei uns aber selbstverständlich auch eine Ausbildung für beide Lizenzen im Einzelunterricht möglich. Was genau Sie während der Ausbildung in der Flugschule erwartet und welche Themeninhalte Ihnen vermittelt werden, das verraten wir Ihnen jetzt.

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Grundlagen der Privatpilotenausbildung

Eine Ausbildung zum Privatpiloten setzt sich zusammen aus einem theoretischen Teil und einem praktischen Teil, den Flugstunden.

Theoretischer Teil

In der Theorieausbildung geht es vor allem um die Themen Luftrecht, Menschliches Leistungsvermögen, Grundlagen des Fliegens, Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse, Flugzeugklassen, Aerodynamik, Flugleistung und Flugplanung, Meteorologie, Navigation sowie Betriebliche Verfahren. Zusätzlich dazu müssen angehende Piloten auch noch das Sprechfunkzeugnis BZF erwerben, das zur Durchführung des Sprechfunkverkehrs in deutscher oder englischer Sprache berechtigt. Für die gesamte Theorieausbildung müssen Sie deshalb mit etwa 100 Stunden rechnen plus zusätzliche private Lernzeit zur Vertiefung der Lerninhalte.

Praktischer Teil

Im praktischen Teil der fliegerischen Ausbildung werden alle einzelnen Flugphasen wie Start, Landung, Steigflug, Sinkflug und Kurvenflug, Instrumentenflug sowie die relevanten Notverfahren trainiert. Nach etwa einem Drittel der praktischen Ausbildung erfolgt der erste Alleinflug unter Aufsicht eines Fluglehrers. Insgesamt beträgt die Alleinflugzeit während der Ausbildung rund 10 Stunden, 5 davon sogar über die nähere Umgebung des Flughafens hinaus (jedoch erst nach bestandener theoretischer Prüfung).

Reichlich Flugstunden schon während der Ausbildung

Nach absolvierter Theorie- und Praxis-Ausbildung machen wir Sie dann fit für die Prüfung. Zur Prüfungsvorbereitung dient dabei ein Multiple-Choice-Fragenkatalog, mit dem für die finale Prüfung trainiert werden kann. Nach der bestandenen Theorie folgen die bereits erwähnten 5 Stunden Überlandflug im Alleinflug und anschließend ein etwa eineinhalbstündiger Prüfungsflug mit einem Sachverständigen. Gibt der grünes Licht, haben Sie Ihre Ausbildung bestanden und die Fluglizenz erworben.

Je nach Flugschein haben Sie dann übrigens bereits 45 Stunden (PPL-A Lizenz) bzw. 30 Stunden (LAPL Lizenz) absolviert und können ab sofort ganz alleine fliegen. Oder wie wir gerne sagen: Herzlich willkommen auf dem Pilotensitz!

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Eigene Maschine oder Flugzeug chartern?

Bliebt die Frage: wie geht es jetzt weiter. Gleich ein eigenes Flugzeug kaufen oder erstmal unterschiedliche Maschinen chartern? Wenn Ihr Traum eine eigene Maschine ist, dann steht dem – außer den Kosten – natürlich nichts im Weg und Sie können sich direkt Ihr Wunschmodell bestellen. Um fliegen zu können benötigen Sie aber keine eigene Maschine. Preisgünstiger kommen Sie als Mitglied eines Luftsportvereins in die Luft – oder aber durch das Chartern einer Maschine bei gewerblichen Vermietern, die meist Flugzeuge unterschiedlicher Flugzeugklassen, Marken und Typen anbieten. Eine weitere Alternative ist der Einstieg in eine Haltergemeinschaft mit zwei, drei, vier oder noch mehr Mitgliedern. Der Vorteil hierbei: Anschaffung und die Kosten für Unterhalt und Unterstellung fallen nur anteilig an.

Welche Flugzeuge Sie mit Ihrem neuen Flugschein fliegen dürfen.

Bei der Wahl der Maschinen sind Ihnen jedoch anfangs enge Grenzen gesetzt. Zunächst dürfen Sie nur mit Maschinen fliegen, auf denen Sie das Fliegen gelernt haben. Machen Sie bei uns Ihren Flugschein, steht Ihnen also nach absolvierter Prüfung der Zugang zu Maschinen wie der Cessna F152, der Cessna 172R und diversen Flugzeugen von Piper offen. Übrigens können Sie alle diese Maschinen auch bei uns chartern und so mehr und mehr Flugerfahrung auf Maschinen sammeln, die Ihnen bereits vertraut sind.

Möchten Sie später auch andere Flugzeugtypen fliegen, können Sie dies nach der Einweisung durch einen Fluglehrer auf den neuen Flugzeugtyp.

Tipp hinweis

Unser Tipp

Wer gleich nach bestandenem Flugschein eine möglichst große Auswahl an Maschinen fliegen will, sollte darauf achten, dass die Flugschule mehr als nur eine Maschine zu Schulungszwecken verwendet.

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Deutschlandweit, europaweit, weltweit: die erworbene Fluglizenz entscheidet.

Je nach erworbener Fluglizenz dürfen Sie unterschiedlich Länder mit dem Flugzeug bereisen. Sowohl PPL-A Lizenz wie auch LAPL Lizenz erlauben dies zunächst erstmal generell deutschlandweit vom Bodensee bis nach Sylt. Mit der LAPL dürfen Sie zudem auch ins Ausland in alle Länder der EU-Mitgliedsstaaten fliegen und sich auch dort Maschinen ausleihen. Die PPL-A Lizenz ermöglich Ihnen das Fliegen darüber hinaus auch in allen anderen Ländern weltweit. Von Australien bis Zypern.

Fliegen, fliegen, fliegen, um Erfahrung zu sammeln.

Da es sich mit dem Fliegen übrigens ganz genau so verhält, wie mit dem Autofahren, raten wir Ihnen nach der bestanden Ausbildung möglichst viele Flugstunden zu sammeln. Erfahrung und Routine sind neben einer fundierten Flugausbildung die entscheidenden Kriterien für sicheres Fliegen. Fliegen Sie also so oft es geht und es Ihnen möglich ist. Ob nun im Urlaub, zum nächsten Geschäftstermin oder einfach mal so just-for-fun am Wochenende. Jede Minute in der Luft macht Sie sicherer und bringt Ihnen neben viel Spaß auch einen deutlichen Sicherheitsvorteil. Unser Tipp: vielleicht tun Sie sich mit anderen Flugschülern aus Ihrem Lehrgang zusammen, chartern unsere Maschinen und fliegen einmal gemeinsam ins Ausland, in die Berge oder besuchen die leckeren Restaurants der Flugplätze in der näheren Umgebung rund um Egelsbach.

Und wer darf alles mit?

Genau an dieser Stelle stellt sich dann natürlich die Frage: Wen dürfen Sie dabei mitnehmen? Die LAPL limitiert die Passagiermitnahme auf maximal drei Passagiere, die PPL(A) erlaubt mehr. Da die meisten Flieger in der Privatfliegerei aber in der Regel 4 Sitzplätze haben, kann man auch mit der PPL(A) mit drei Passagieren und einem Piloten fliegen.

Zusammengefasst kann man also sagen: ein Flugschein lohnt sich nicht nur für Sie selbst, sondern auch für Ihre Freunde und alle Familienmitglieder, die Sie zu einem Schnupperflug einladen. Bleibt noch die Frage, mit welchen Fixkosten Sie ungefähr rechnen müssen. Machen wir einmal den Kostencheck: Die Gesamtkosten für die Leichtflugzeugführerlizenz LAPL(A) liegen bei etwa 6.000 Euro, für die Privatpilotenlizenz PPL(A) sollten Sie aufgrund des erweiterten Umfangs etwa mit Kosten von 8.200 bis 9.500 Euro kalkulieren.

Falls Sie jetzt direkt bei Panorama Air in Ihre Flug-Ausbildung starten möchten oder Lust auf einen ersten Schnupperflug (direkt auf dem Pilotensitz!) bekommen haben, dann freuen wir uns auf Ihren Anruf oder Ihre Nachricht. Unsere Mitarbeiter stehen Ihnen gerne telefonisch oder per Mail für alle Ihre Fragen zur Flugausbildung bei Panorama Air zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Panorama Air Team