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Leichtflugzeugführerlizenz LAPL(A)

Hier läuft der Action-Film nicht im Rückenlehnen-TV

Die Leichtflugzeugführerlizenz LAPL(A) berechtigt Sie – wie auch die Privatpilotenlizenz PPL(A) –grundsätzlich zum Fliegen einmotoriger, kolbengetriebener Flugzeuge unter Sichtflugbedingungen im nicht-gewerbsmäßigen Luftverkehr. Der Unterschied zur PPL(A): mit der LAPL(A) dürfen Sie nur Flugzeuge mit einem maximalen Abfluggewicht von 2.000 kg fliegen und erst nach 10 Stunden Flugerfahrung bis zu drei Passagiere mitnehmen. Zudem ist die LAPL(A) nicht weltweit, sondern nur in den EASA-Staaten gültig. Ihr Vorteil: Der Erwerb der LAPL(A) ist deutlich günstiger als der Erwerb einer PPL(A), da die praktische Ausbildung mit 30 statt 45 Flugstunden einen reduzierten Umfang hat.

Bedingungen

  • Mindestalter: 17 Jahre
  • Tauglichkeitszeugnis: Klasse 2

Unterlagen und Nachweise

  • Zuverlässigkeitsüberprüfung nach dem LuftSiG (ZÜP) von der zuständigen Flugsicherheitsbehörde.
  • Auszug aus dem Verkehrszentralregister vom Kraftfahrt Bundesamt
  • Fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis Klasse LAPL von der fliegerärztlichen Untersuchungsstelle
  • Passbilder
  • Berechtigung zur Durchführung des Sprechfunkverkehrs (BZF) über eine Prüfung bei der Bundesnetzagentur
  • Gültiger Personalausweis
  • Panorama Air Ausbildungsvertrag

Theoretische Ausbildung

  • 100 Vollstunden in den Bereichen Luftrecht, Menschliches Leistungsvermögen, Grundlagen des Fliegens, Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse, Aerodynamik, Flugleistung und Flugplanung, Meteorologie, Navigation sowie Betriebliche Verfahren.
  • Ausbildung zur Durchführung des Sprechfunkverkehrs (BZF) in deutscher oder englischer Sprache.

Praktische Ausbildung

  • 30 Vollstunden Flugzeit im Sichtflug, in denen alle Flugphasen wie Start, Landung, Steigflug, Sinkflug, Kurvenflug und Notverfahren trainiert werden – davon 6 Vollstunden im Alleinflug.

Dauer und Kosten

Der Zeitaufwand für die gesamte Ausbildung ist aufgrund der reduzierten Flugstunden etwas geringer als bei der Ausbildung zur Privatpilotenlizenz PPL(A), er liegt grob aber ebenfalls bei etwa 300 Stunden: reine Ausbildungsstunden plus die benötigte Zeit für das Lernen der Theorieinhalte. In der Regel benötigen Flugschüler auch hier etwa 6 Monate von Ausbildungsbeginn bis zur erfolgreichen Prüfung. Je nach Ihrem persönlichen Engagement sind aber auch deutlich kürzere Ausbildungszeiten möglich. Die Gesamtkosten für die Leichtflugzeugführerlizenz LAPL(A) liegen bei etwa 6.000 Euro.

Prüfung

  • Theoretische Prüfung als Multiple-Choice-Test mit 20 bis 40 Fragen pro Prüfungsfach: Prüfung bei der hessischen Landesluftfahrtbehörde, die Sie innerhalb von 18 Monaten in allen Prüfungsteilen bestehen müssen.
  • Praktische Prüfung mit 90 Minuten Flugzeit inklusive eigenständigem Navigieren und Abfliegen einer bekannten Flugstrecke: Prüfung durch einen von der hessischen Landesluftfahrtbehörde bestellten Prüfer.
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BEHIND THE SCENES: PANORAMA AIR AUSBILDER RALF HÜLSTEDE ÜBER DIE UNTERSCHIEDE DER PRIVATPILOTEN- UND LEICHTFLUGZEUGFÜHRERLIZENZ.

Ralf Hülstede, 46

ist seit vielen Jahren Fluglehrer bei Panorama Air. Mit viel Ruhe, Gelassenheit und seiner ganzen Flugerfahrung bringt er jeden Flug-Rookie sicher auf den Pilotensitz.

Ralf, gerade für Flugeinsteiger ist der Unterschied der beiden Flugscheine LAPL(A) Leichtflugzeuglizenz und PPL(A) Privatpilotenlizenz immer etwas verwirrend. Kannst du uns da aufklären?

Ralf Hülstede: „Das kann ich sicher, ist ja schließlich seit langer Zeit mein Job. Also, die beiden großen Unterschiede liegen in der Berechtigung, die die einzelnen Flugscheine ermöglichen – und in ihrer Gültigkeit. Fangen wir doch mal damit an: mit einer LAPL(A) darf man nur in Deutschland sowie in allen EU-Mitgliedsländern fliegen.

Die PPL(A) Lizenz hingegen ist weltweit gültig. Wer seinen Flugschein deshalb macht, weil er auch mal im Urlaub oder auf der Geschäftsreise im nichteuropäischen Ausland eine Maschine chartern möchte, der ist bei der PPL(A) Ausbildung richtig. Wer nur innerhalb Deutschlands fliegen will oder mal kurz nach Mallorca, Ibiza, Nizza oder Sardinien düsen möchte, für den ist die LAPL(A) eine gute Option.“

Verstanden, ein Unterschied ist also das Wo und Wohin – ein anderer die Berechtigung, wie du angedeutet hast.

Ralf Hülstede: „Richtig. Beim PPL(A) Flugschein ist die Berechtigung, also das was man fliegen darf, etwas umfangreicher. Die LAPL(A) limitiert die Möglichkeiten etwas.

Erlaubt ist bei dieser Lizenz das Fliegen einmotoriger Flugzeuge bis 2 t, allerdings mit folgenden Einschränkungen: Es dürfen sich maximal 4 Personen an Bord befinden, also 3 Passagiere plus Pilot und diese Passagiere dürfen erst nach weiteren 10 Stunden im Alleinflug mitgenommen werden. Bei der PPL(A) fallen diese Limitierungen weg und die Passagierberechtigung beginnt direkt nach Erhalt des Flugscheins.“

Die PPL(A) ist also umfangreicher in den Berechtigungen, vermutlich aber auch bei der Ausbildung, richtig?

Ralf Hülstede: „Ganz genau. Die praktische Ausbildung der PPL(A) Lizenz ist etwas intensiver. Im Gegensatz zur LAPL(A), bei der 30 Flugstunden nötig sind, sind bei der Privatpilotenlizenz 45 Flugstunden nötig, davon 25 Stunden mit einem Fluglehrer, mindestens 10 Stunden im Alleinflug und 5 Stunden Überlandflug.

Die größere Anzahl der Flugstunden ist dann auch einer der Gründe, warum die Ausbildung zur PPL(A) etwa ein Drittel teurer ist als die zur Leichtflugzeuglizenz.“

Ralf, welche Lizenz würdest du einem Flug-Rookie denn nun empfehlen?

Ralf Hülstede: „Hier ist die Antwort ganz klar: kommt drauf an! Ne, Spaß beiseite: wer schnell und günstiger in der Luft sein will und sich sicher ist, nur innerhalb Europas fliegen zu wollen, für den ist die LAPL(A) optimal. Wer das volle Paket will und später zusätzliche Lizenzen bis hin zur Berufspilotenlizenz erwerben will, der sollte gleich mit einer Ausbildung zur PPL(A) starten.

Allen, die jetzt mit einer Leichtflugzeuglizenz liebäugeln, sei noch Folgendes mit auf den Weg gegeben: man kann eine LAPL(A) auch später noch auf eine PPL(A) upgraden. Erforderlich sind dafür 15 Flugstunden mit Fluglehrer sowie ein zusätzlicher Prüfungsflug.“

Flugschein sprechfunk 02

OHNE ALFA CHARLIE KEIN FOXTROTT TANGO IN DER LUFT.

Wer das Fliegen lernen will, muss zu aller erst einmal sprechen lernen. Denn die Berechtigung zur Durchführung des Sprechfunkverkehrs zählt zu den essenziellen Nachweisen für einen Start in die Panorama Air Ausbildung für die Leichtflugzeugführerlizenz LAPL(A). In unserem BZF Sprechfunkzeugnis-Trainings vermitteln wir Ihnen deshalb alle wichtigen Sprechfunk-Kenntnisse – und bereiten Sie so akribisch auf die Sprechfunkprüfung bei der Bundesnetzagentur vor. Damit Sie anschließend mit jedem Tower und Fluglotsen perfekt in deutscher und englischer Sprache kommunizieren können.

Panorama marcel

Sie sind interessiert an einer Ausbildung zur Leichtflugzeugführerlizenz LAPL(A)?

Dann rufen Sie uns einfach an. Gerne erklären wir Ihnen die einzelnen Schritte sowie alle Ausbildungsschwerpunkte und die Unterschiede zur Privatpilotenlizenz PPL(A) auch in einem persönlichen Gespräch in unserer Flugschule am Flughafen Egelsbach.

Panorama Air
Telefon: +49 6103 49492